Grundlagen
Verstehen, wie Verknüpfungen funktionieren, bevor Sie sie einsetzen.
Verknüpfungen verstehen
Was ist eine Verknüpfung?
Verknüpfen ist eine Methode, um Informationen aus zwei verschiedenen Tabellen zu kombinieren, solange sie etwas gemeinsam haben. Dieses gemeinsame Element ist in der Regel eine Spalte – wie ein Name, eine ID oder ein Code.
Sie können sich Verknüpfungen wie zusammenpassende Puzzleteile vorstellen. Jede Tabelle enthält einen Teil der benötigten Informationen, und die Verknüpfung hilft Ihnen, das Gesamtbild zu sehen.
Beispiel aus der Praxis: Anmeldeliste und Gruppenplan einer Kita
Zwei Listen, die zusammengehören
Stellen Sie sich vor, Sie verwalten die Aufnahme in einer Kita. Sie haben zwei Listen:
1. Anmeldeliste (Tabelle A)
Amir
Ja
Ganztags
Bela
Ja
Halbtags
Cem
Nein
-
Dila
Ja
Ganztags
2. Gruppenplan (Tabelle B)
Amir
3
Bela
1
Dila
2
Ela
4
Jede Tabelle enthält andere Informationen:
Tabelle A weiß, wer angemeldet ist, wer zugesagt hat und welche Betreuungsart gewünscht ist
Tabelle B weiß, welches Kind welcher Gruppe zugeteilt ist
Die erste Verknüpfung
Wir verwenden die Spalte Kind, um die Zeilen abzugleichen. Das ist unser Verknüpfungsschlüssel – das gemeinsame Informationselement.
Wenn wir Tabelle A und Tabelle B verknüpfen, entsteht eine gemeinsame Tabelle:
Linke Verknüpfung (alle aus der Anmeldeliste behalten)
Amir
Ja
Ganztags
3
Bela
Ja
Halbtags
1
Cem
Nein
-
(null)
Dila
Ja
Ganztags
2
Diese Tabelle gibt uns das Gesamtbild:
Wer angemeldet ist
Welche Betreuungsart gewünscht ist
In welcher Gruppe das Kind ist
Beachten Sie:
Cem steht auf der Anmeldeliste, aber nicht im Gruppenplan, daher ist die Gruppe leer
Ela ist im Gruppenplan, aber nicht auf der Anmeldeliste – Ela erscheint nicht im Ergebnis
Diese Art von Verknüpfung heißt Linke Verknüpfung: Behalten Sie alle aus der ersten Tabelle (der Anmeldeliste) und ergänzen Sie, was aus der zweiten Tabelle (dem Gruppenplan) verfügbar ist.
Weitere Verknüpfungen
Die Art der Verknüpfung, die Sie wählen, bestimmt, was im Ergebnis erscheint:
Innere Verknüpfung (nur was in beiden Tabellen existiert)
Amir
Ja
Ganztags
3
Bela
Ja
Halbtags
1
Dila
Ja
Ganztags
2
Nur Kinder, die sowohl auf der Anmeldeliste als auch im Gruppenplan stehen, werden angezeigt. Cem und Ela fallen heraus.
Rechte Verknüpfung (alle aus dem Gruppenplan behalten)
Amir
Ja
Ganztags
3
Bela
Ja
Halbtags
1
Dila
Ja
Ganztags
2
Ela
(null)
(null)
4
Jedes Kind aus dem Gruppenplan wird einbezogen, auch wenn es nicht auf der Anmeldeliste steht. Cem fällt heraus, Ela ist dabei.
Vollständige Verknüpfung (alle aus beiden Listen)
Amir
Ja
Ganztags
3
Bela
Ja
Halbtags
1
Cem
Nein
-
(null)
Dila
Ja
Ganztags
2
Ela
(null)
(null)
4
Hier behalten wir alle aus beiden Tabellen – niemand fällt heraus. Das ist die vollständigste, aber auch die unübersichtlichste Ansicht.
Erweitern (Spalten einfach nebeneinanderlegen)
Manchmal möchten Sie zwei Datensätze gar nicht über einen Schlüssel abgleichen, sondern nur nebeneinanderlegen – Zeile 1 neben Zeile 1, Zeile 2 neben Zeile 2, und so weiter. Genau das macht Erweitern: Es hängt die Spalten des zweiten Datensatzes rechts an, ohne nach übereinstimmenden Werten zu suchen. Fehlende Zeilen werden mit null aufgefüllt.
Das ist sinnvoll, wenn beide Datensätze bereits in derselben Reihenfolge vorliegen und sich Zeile für Zeile entsprechen. Das folgende Beispiel zeigt dagegen, wie es schiefgeht, wenn Anmeldeliste und Gruppenplan unterschiedlich sortiert sind:
Amir
Ja
Ganztags
Amir
3
Bela
Ja
Halbtags
Bela
1
Cem
Nein
-
Dila
2
Dila
Ja
Ganztags
Ela
4
Erweitern gleicht die Werte nicht ab. In der dritten Zeile stehen deshalb Cem und Dila nebeneinander, obwohl sie nicht zusammengehören. Nutzen Sie Erweitern nur, wenn Sie sicher sind, dass beide Datensätze dieselbe Reihenfolge haben.
Der technische Hintergrund (optional)
Was Sie eben am Kita-Beispiel gesehen haben, funktioniert unter der Haube wie in einer Datenbank. Dort enthält jede Tabelle Datenzeilen mit Spalten. Beim Verknüpfen werden Tabellen über Schlüssel – gemeinsame Spalten – kombiniert. In der Fachsprache heißt das SQL (Structured Query Language). In der Plattform übernehmen das die Klicks im Baukasten für Sie.
Kurz zusammengefasst:
Verknüpfungsschlüssel: Die gemeinsame Spalte, die zum Verknüpfen der Tabellen verwendet wird. In unserem Beispiel ist es Kind
Verknüpfungstyp: Dies teilt dem System mit, was beibehalten werden soll:
Innere Verknüpfung
Behält nur die Zeilen, die in beiden Tabellen übereinstimmende Werte haben
Linke Verknüpfung
Behält alle Zeilen aus der linken Tabelle sowie die übereinstimmenden Zeilen aus der rechten Tabelle
Rechte Verknüpfung
Behält alle Zeilen aus der rechten Tabelle sowie die übereinstimmenden Zeilen aus der linken Tabelle
Vollständige Verknüpfung
Behält alle Zeilen aus beiden Tabellen. Fehlende Werte werden als null angezeigt
Erweitern
Fügt Spalten horizontal hinzu, ohne die Daten abzugleichen. Fehlende Zeilen werden mit null aufgefüllt
Diese Logik gilt für jeden Datensatz, mit dem Sie arbeiten. Ob Sie Schülerzahlen mit Bezirksdaten kombinieren oder Statistiken mit geografischen Angaben verbinden – Verknüpfungen bringen zusammen, was inhaltlich zusammengehört.
Verknüpfungen in der Praxis
Ihre Tabellen sind in der Regel Datensätze. Einer enthält vielleicht Schülerzahlen, ein anderer Angaben zu den Bezirken, ein dritter die Ausstattung der Schulen. Durch das Verknüpfen beantworten Sie Fragen, die über einen einzelnen Datensatz hinausgehen:
Wie viele Schülerinnen und Schüler gibt es je Bezirk?
Welche Bezirke haben viele Schulen, aber wenige barrierefreie Standorte?
Wie Sie das konkret im Editor umsetzen, zeigt der nächste Artikel: Verknüpfen in Auswertungen.
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